Nunchaku

 

Man sagt, dass infolge der Invasion des Shimazu-Clans auf den Ryukyu-Inseln das Nunchaku als

Selbstverteidungsinstrument für Frauen in Anlehnung an ein landwirtschaftliches Werkzeug entwickelt wurde. Eine andere Theorie bekräftigt, dass das Nunchaku ein Abkömmling des Pferde-Zaumzeugs sei. Sicher ist jedoch, dass die gleiche Waffe (Shuang-chieh kun) Jahrhunderte früher in China angewandt wurde. Es entsteht aus zwei Stäben, die durch eine Halterung verbunden sind. Die Länge der Stäbe ist je nach der Person, die sie verwendet, unterschiedlich. Das antike Nunchaku war etwas kürzer als das derzeit verwendete, denn es wurde zur Selbstverteidigung unter der Kleidung verborgen getragen.

 

Gemäß der Anlage 1 (zum §1 Abs. 4) Unterabschnitt 2 (Tragbare Gegenstände) Nr. 1.2.6 WaffG gehört das Nunchaku in Deutschland zu den verbotenen Gegenständen. Der bloße Besitz stellt bereits eine Straftat dar. Daher wird diese Waffe im Deutschen Kobudo Verband nicht trainiert und wurde lediglich der Vollständigkeit halber mit aufgeführt.

Das Bundeskriminalamt hat nun auf der Grundlage des neuen Waffengesetzes festgestellt, dass auch Soft-Nunchakus ab sofort dem Verbot unterliegen, unabhängig davon, wie sie bisher eingestuft waren. Die Materialbeschaffenheit und Konstruktion dieser Geräte im Einzelnen ist dabei unerheblich.

(Feststellungsbescheid des BKA vom 05.02.2004, Az.: KT 21 / ZV 25 –5164.01-Z-23/2004; veröffentlicht im Bundesanzeiger Nr. 35 vom 20.02.2004)

 

 

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