Bericht Karatelehrer-Ausbildung 2009


des DKV / Tonfa
 

 



Am 28.02. / 01.03.2009 fand in Frankfurt/Main ein Fortbildungslehrgang für Karatelehrer des DEUTSCHEN KARATE VERBANDES statt, bei dem Norbert Glaßl (Hof), Geschäftsführer des Dt. Kobudo Verbandes vom Ausbildungsleiter Dr. Axel Binhack (Wiesbaden) eingeladen war, das Konzept Tonfa-Jutsu des DEUTSCHEN KOBUDO VERBANDES vorzustellen. Sinn und Konzept dieser Veranstaltung ist es, dass verschiedene Referenten unterschiedliche Kampfkünste vorstellen.

Am Samstagnachmittag zwischen 16 und 18 Uhr stand sodann Tonfa auf dem Programm.

Zu Beginn gab Norbert Glaßl einen theoretischen Überblick über die Entwicklungsgeschichte des Tonfa-Jutsu, Arten von Tonfas sowie Möglichkeiten der traditionellen und modernen Variante. So stellte der Referent die doch deutlichen Unterschiede zwischen traditioneller und moderner Tonfa-Anwendung heraus. Anschließend gab Norbert Glaßl noch einen kurzen Überblick über das aktuelle Waffenrecht.

Im Praxisteil wurden zunächst Handlingübungen trainiert, um anschließend Hojo-Undo (traditionell, also mit 2 Tonfas) zu üben. Einige Hojo-Undo-Varianten wurden sogleich anschließend mit dem Partner trainiert, Tonfa gegen Bo. Danach zeigte Norbert Glaßl die Kata „Matsuhiga no Tonfa“. Wegen Zeitmangels konnte die Kata von den Teilnehmern leider nicht selbst geübt werden.

Zum Abschluss demonstrierte der Referent zusammen mit seinem Partner Rainer Dohm noch einige Varianten aus dem modernen Tonfa-Jutsu / MES. Auch hier blieb leider aufgrund der begrenzten Zeit keine Möglichkeit, dies die Teilnehmer üben zu lassen.

Insgesamt war dies ein sehr guter Lehrgang, bei dem wir unser Tonfa-System optimal präsentieren konnten. Die Teilnehmer waren begeistert, und Norbert Glaßl musste zum Schluss noch zahlreiche Fragen beantworten.

Wir werden sicherlich wieder mal die Möglichkeit bekommen, bei derartigen Fortbildungsveranstaltungen unser Konzept und unsere Möglichkeiten zu demonstrieren.

 

Portrait Sensei Norbert Glaßl (3. Dan)

Das KARATE-DOJO SHOGUN HOF e.V. wurde im Jahr 1994 von Sensei Norbert Glaßl (3. Dan) gegründet und betreibt traditionelles Karate der Stilrichtung "Shotokan" mit Schwerpunkt auf Tai-Sabaki-Bewegungen. "Tai-Sabaki" bedeutet, den Angriff des Gegners durch schnelle Körperdrehungen ins Leere laufen zu lassen, um anschließend das Gleichgewicht des Angreifers zu brechen und die Aktion mit einer "finishing-blow"-Technik zu beenden.

Jeder Karate-Schüler lernt vom ersten Tag an, alle Schläge und Tritte vor dem Körper des Trainingspartners abzustoppen. Trefferwirkung ist untersagt. Da die Karate-Techniken bei richtiger Anwendung im Ernstfall eine vernichtende Wirkung erzielen können, ist ein verantwortungsvoller Umgang mit seinem Können eine entscheidende Voraussetzung für das Üben dieser Kampfkunst. Durch das ständige und harte Training erwirbt der Karatéka (so wird der Karate-Kämpfer genannt) eine überragende körperliche Fitness sowie perfekte Körperbeherrschung, einhergehend mit einem geistigen Reifeprozess und gefestigtem Selbstbewusstsein.

Es ist beachtlich, wie unsere Schüler aufgrund der optimalen Ausbildung zu rücksichtsvollen Menschen reifen. Das Tai-Sabaki®-Karate wurde von Großmeister Hideyuki Ashihara entwickelt. Oberste Prinzipien des Tai-Sabaki®-Karate sind Fairness und Respekt gegenüber dem Trainingspartner.

 

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